Immer wieder Konflikte in Syrien (21.10.2019)

Syrien leidet seit Jahren unter Spannungen, der Frieden ist nicht gesichert. Der Präsident Assad hat viele Gegner. Hinzu kommt, dass viele IS-Terroristen in diesem Land beheimatet sind. Dass beim aktuellen Konflikt der US-Präsident Trump sowie der türkische Präsident Erdogan für eine Rolle spielen, macht die ganze Sache komplizierter.

Leiden unter einem Krieg werden, wie immer, Zivilisten: Unschuldige, Familien, Kinder. In der vergangenen Woche hat Trump bekanntgegeben, dass er sein Militär aus dem Gebiet zurückholen will, da er seine Soldaten zu Hause haben möchte. Was auf den ersten Blick sympathisch tönt, hat den Weg für Erdogan frei gemacht. Er will nun militärisch erzwingen, dass an der Grenzzone eine Sicherheitszone errichtet wird – dazu vertreibt er Terroristen, speziell IS-Terroristen, Rebellen und die kurdische Bevölkerung, die er als Feinde betrachtet. Die Kurden wiederum waren jahrelang durch das US-Militär geschützt. Dieser Schutz fehlt. Die Kraft und Macht des türkischen Militärs ist bedeutend stärker, die Kurden sind der Gewalt ausgeliefert. Erdogan wird von westlichen Ländern und sogar von der USA eher scheinheilig dafür kritisiert, allerdings hindert ihn dies nicht, seine Militäroffensive voranzutreiben. Er droht gar damit, etwa 3,6 Millionen Flüchtlinge aufs europäische Festland zu schicken, wenn sich Europa in seinen Krieg einmischen würde.

Auch wenn aktuell wieder Waffenruhe herrscht, ist die Zukunft ungewiss. Wir die Türkei weiter offensiv angreifen? Wird die USA eine Art Sicherheitszone einrichten lassen? Wird alles im Chaos und Terrorismus enden? 

Es ist ein Machtkampf zwischen der Türkei, den USA, der EU und indirekt auch Syrien – im kurdischen Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien. Egal, welches Land sich durchsetzen wird, am Ende leidet nur jemand: die zivile, unschuldige Bevölkerung.

(lz, 10/19)

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