Auch die Krise kann Geld bringen (01.03.2020)

Das Eis schmilzt. Das ist bekannt. Auch in Grönland schmilzt das Eis wegen der Klimaerwärmung. Doch dort versucht man nun Profit daraus zu ziehen und Geld zu machen.

Die Gegner des Kapitalismus haben ein weiteres Argument: das Schmelzwasser soll zu einem marktfähigen Produkt gemacht werden. Das sagt zumindest der Energieminister von Grönland. Kommerzielle, also gewinnorientierte, Unternehmen sollen das Schmelzwasser kaufen und wohl weiterverkaufen. Der Klimawandel sorge für eine weltweite Wasserknappheit, weshalb Grönland mit «seinem» Wasser nun Geld machen will.

 

Doppelmoral oder soziales Herz? 

In den vergangenen 28 Jahren schmolzen gemäss der Fachzeitschrift Nature bereits 3,8 Billionen Tonnen Eis in Grönland. Selbstverständlich steigt dadurch der Meeresspiegel. Der Energieminister von Grönland verteidigt seine Entscheidung, aus Wasser Geld zu machen, da er so Millionen von Menschen ohne Trinkwasser sein Wasser zugänglich machen will. Wie und wohin das Wasser jedoch verteilt und verkauft werden wird, ist nicht mehr Sache des Landes sondern der Unternehmen.

 

Ein weiteres "Dene wo's guet geit"?

Ob das eine sinnvolle Idee ist, eine Win-Win-Situation entsteht (Geld für die Einen, sauberes Trinkwasser für die Anderen), oder ob es ein weiteres Kapitel im Stile unseres Artikels «Dene wo’s guet geit…» (www.jugendzytig.ch/reichtum) ist, bleibt abzuwarten. Auch bei diesem Thema gibt es wieder mehrere Meinungen, mehrere Ansichten, mehrere Wahrheiten.

 

Wägt ab, entscheidet selbst.  

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