Ein Virus geht auf Reisen… (26.01.2020)

In China finden aktuell die Feiern zum Jahreswechsel statt. Das Jahr der Ratte beginnt. Um das zu feiern, reisen viele Millionen Chinesen durch ganz China, um mit ihren Familien zusammen zu sein. Eine Völkerwanderung. Gleichzeitig reist etwas Gefährliches mit: das Coronavirus.

Menschen, die im Jahr der Ratte geboren werden, gelten als intelligent und einfallsreich. Die Ratte hat in China einen viel besseren Ruf, als bei uns in der Schweiz. Ausserdem sei das kommende Jahr der Ratte (beginnend am 25.1.2020) ein Jahr des Neuanfangs und der Chancen, so sagt man. Glück in der Karriere sei ebenso realistisch wie Glück in der Liebe. Aber es gibt auch die Schattenseite: Im Jahr der Ratte sei mit finanziellen Schwierigkeiten und Krankheitsausbrüchen zu rechnen.

 

Letzteres macht vielen Chinesen bereits grosse Sorgen, breitet sich doch in diesen Tagen das so genannte Coronavirus aus: Ein Virus, das Lungenkrankheiten auslöst, bereits über 2000 Menschen ansteckte und 56 Menschenleben kostete. Bisher gibt es solche Krankheitsfälle vorwiegend in China, doch ist ein erster Fall nun auch in den USA festgestellt worden. Ausgebrochen ist es in der Provinz Wuhan in China, auf einem Markt, wo lebendige Tiere verkauft werden. Der Markt wurde mittlerweile bereits geschlossen, die Stadt wurde isoliert. In China sind, Stand heute, gegen 57 Millionen Menschen isoliert, damit sich das Virus möglichst nicht weiterverbreitet. Das ist allerdings ein schwieriges Unterfangen. Innert weniger Tage wurde in der Region Wuhan ein Notfallkrankenhaus mit Platz für 1000 Personen gebaut (siehe Bagger-Bild unten).

 

Das Coronavirus wurde mittlerweile auch bereits in Taiwan, Südkorea, den USA und auch Frankreich entdeckt. In der Schweiz gibt es aktuell (Stand: 27.1., 16.43 Uhr) erst Verdachtsfälle, aber noch wurde keine Erkrankung bestätigt.

 

Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen und kann dank Flugreisen, die momentan in China wegen dem Jahreswechsel gehäuft stattfinden, problemlos Kontinente überqueren.

 

Das Coronavirus als solches ist nichts Besonderes, gehört es doch zu den normalen Erregern, die Atemkrankheiten oder Erkältungssymptome auslösen. Allerdings gibt es Viren, die sich verändern. Das aktuelle Virus, das nun von China her für weltweite Unruhe sorgt, ist verwandt mit dem SARS-Virus, das vor 17 Jahren weltweit etwa 8000 Menschen angesteckt und 800 Menschen getötet hat.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und damit auch das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz (BAG) beobachten den Krankheitsverlauf und die Reise des Virus genau, betonen jedoch, dass man ruhig bleiben soll und es noch keine weltweite Notlage sei. Krankheiten brechen immer wieder aus, das wird es immer geben. Viren verändern sich und die Aufgabe der Mediziner und Politiker ist es, rasch gute Lösungen zu finden.

 

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