Boris Johnson und "sein" Brexit (20.9.2019)

England hat keinen Präsidenten, aber dafür ein Premierminister.Boris Johnson ist noch nicht lange der Chef, wirbelt aber Traditionen durcheinander. Er will Ende Oktober aus der EU austreten – wenn es sein muss, auf die harte Tour. Verhandlungen will er keine mehr, er will einfach raus. Dem sagt man "No-Deal-Brexit".

England gehört zur EU dazu. Nun hat ein bisschen mehr als die Hälfte des Volkes vor einigen Jahren gesagt, sie wollen raus aus der EU. Der so genannte Brexit war geboren. Boris Johnson will nun mit aller Kraft und Härte am 31. Oktober 2019 aus der EU ausgetreten sein. Dies sorgt für Unruhe und grossen Widerstand, denn man weiss nicht, was passieren wird. Wird Grossbritannien auseinanderfallen, da einige Länder gerne in der EU bleiben würden? Wird England weiterhin erfolgreich einkaufen und verkaufen können, um zu genügend Geld zukommen? Wird das Volk weiterhin in Europa herumreisen können, ohne grosse Schwierigkeiten? Bleibt Grossbritannien wichtig für die Welt oder wird daraus eine Insel, die man gerne vergisst? Wie wird es dem Land ohne die Unterstützung von Europa gehen? Diese Fragen bleiben ungeklärt, da Gespräche mit der EU immer wieder scheitern. Die andere Hälfte des Volkes und auch viele Politikerinnen und Politiker wehren sich nun gegen Johnson. Die Gesprächskultur ist auf einem Nullpunkt, kein Tag vergeht ohne einen neuen Skandal. Die Stimmung auf der Insel ist nicht gut. Wie an vielen Orten der Welt drehen sich die Themen um Nationalismus, Populismus und Macht.

Ob, wann und wie der Brexit Tatsache wird, bleibt offen. Sogar, wie lange Johnson der Chef bleiben wird, weiss man nicht. Grossbritannien lebt in unruhigen, unsicheren Zeiten.

(lz, 09/19)

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