Der Meme-Präsident? Oder: Geld regiert die Welt...(23.02.2020)

Donald Trump muss sich im kommenden November der Wiederwahl stellen. Zu seinen Herausfordern gehören Pete Buttigieg, John Biden, Amy Klobouchar, Bernie Sanders – und Michael Bloomberg. Dieser will besonders cool und hip wirken, füllt er die sozialen Medien mit eigenen Meme-Bildern.

Michael Bloomberg ist ein so genannter Sprengkandidat. Das heisst, er wurde bisher weder von der demokratischen Partei speziell gefördert, noch war er von Beginn weg ein aktiver Präsidentschaftskandidat. Das Durcheinander mit den anderen hat ihn dazu bewegt, dass er sich dennoch wählen lassen möchte und dafür mindestens zwei Milliarden Dollar ausgeben will. Ob für ihn selber oder für den offiziellen demokratischen Kandidaten spielt ihm dabei keine Rolle – hauptsache Donald Trump wird abgewählt!

 

Millionen fürs Internet

 

Da Bloomberg mit seinen 78 Jahren und seinem Status als extrem reicher Mensch nicht bei allen gut ankommt, versucht er es nun mit selbstironischen Memes, die er mit Vorliebe auf Instagram veröffentlicht. Hunderte Millionen hat er bisher in die Werbekampagne online reingepumpt, man sagt, dass er täglich zwei Millionen Dollar für Facebook-Werbung ausgibt. Mit Millionen zum Präsidenten? Noch ist offen, ob sein Plan funktionieren kann und wird.

 

Money, Money, Money

 

Dass ein älterer Mensch Präsident der USA werden will, ist doch in Ordnung. Auch, dass man sich neusten Medien offen zeigt und keine Hemmungen vor dem «Neuland Internet» hat (das sagte vor einigen Jahren Angela Merkel), ist okay. Der schale Nachgeschmack, dass man sich so vehement eine Präsidentschaft zu kaufen versucht, wohl mit eigenem Geld, das macht nicht sonderlich Hoffnung für die Zukunft. Doch es bestätigt einmal mehr: den Reichen gehört die Welt, denn Geld regiert die Welt.  

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